Meine Geschichte zum Album
Eine Kultursendung in den Öffentlichrechtlichen, ich meine das Kulturmagazin, stellt am Ende der Sendung Neuerscheinungen aus der Musikwelt vor. Genau hier begegnet mir vor Jahren Elbow, konkret der Titel The Birds. Ich war sofort angetan und legte mir das Album in digitaler Form zu. Die ersten beiden Titel, The Birds und Lippy Kids, sind ein selten schöner Einstieg in ein Album, der in With Love seine Fortsetzung sucht. Jesus Is a Rochdale Girl setzt für mich einen weiteren Akzent in einem überwiegend ruhigen musikalischen Kunstwerk, dass ich für das beste Elbow-Studioalbum halte.
Nach dem Erstkontakt nehme ich die Band bewußt wahr und mir springen vor allem die Live-Qualitäten der Truppe ins Ohr. So ist meine erste Elbow-Scheibe Live at the Ritz – An Acoustic Performance. Es folgt weiteres Vinyl von Elbow, so auch build a rocket boys!. Zugegeben, ich kann Elbow nicht jeden Tag und zu jeder Tageszeit hören. Es bedarf der Stimmung nach einer besonderen Form der inneren Ruhe für mich.
Kurzrezension
Mit build a rocket boys! gelingt Elbow ein in sich gekehrtes und atmosphärisch dichtes Album, das sich der Erinnerung, Jugend und Gemeinschaft annimmt. Die Band bleibt ihrem bisherigen Stil treu, entwickelt ihn mit orchestralen Arrangements, subtilen elektronischen Elementen und dem Fokus auf emotionale Tiefe weiter. The Birds ist eine vielschichtige Eröffnung, während Lippy Kids mit seiner sakralen Ruhe berührt. Songs wie Neat Little Rows und Open Arms vermitteln rhythmische Energie und hymnische Wärme, während Stücke wie Jesus Is A Rochdale Girl und The Night Will Always Win viel Raum für Guy Garveys markante Stimme lassen. Das Album braucht Zeit, um sich zu entfalten. Wer sich darauf einlässt, wird mit einer poetischen Reise belohnt, die Elbow als eine Band zeigt, die weiß, wo sie steht.