Frankie goes to Hollywood – Bang!… The Greatest Hits of …

Fünf vor Zwölf, Zeit für die Rille des Monats November 2025: Frankie goes to Hollywood – Bang!… The Greatest Hits of …

Meine Geschichte zum Album
Wenn ich den Stil der Musik beschreiben müßte, die Trevor Horn produziert hat und mit der er sehr erfolgreich war, dann würde ich das Album Bang!… The Greatest Hits of Frankie goes to Hollywood aus der Vinylothek hervorkramen und abspielen. Es ist schon erstaunlich, wie umtriebig Trevor Horn ist, angefangen bei den Buggles über Propaganda und Art of Noise bis hin zu t.A.T.u.. Das Bouquet ist weit gefächert, irgendwie ein bisschen zum Verwechseln ähnlich, aber nicht so auffällig identisch wie bei Modern Talking.

Frankie goes to Hollywood hat mich von Anfang an mitgerissen. Sie waren die bösen Jungs, die wie Billy Idol Hotelzimmer zerlegt haben und kamen in provokanten Outfits a la Blue Oyster-Bar daher. Doch für mich war das Highlight die Peters Pop Show: Hier traf sich, wer Rang und Namen hat. Hier wurde Modern Talking ausgepfiffen und Frankie goes to Hollywood brannten 1985 als auch 1986 ihre Show ab. Das alles, wie es sich für ein Kind der DDR gehört, in Schwarzweiß. 1987 war Schluß damit. Frankie goes to Hollywood löste sich auf und ich durfte meinen Ehrendienst in der NVA ableisten.

Frankie goes to Hollywood bringen zwei LP’s heraus, Welcome to the Pleasuredome und Liverpool. Dazu gesellt sich das von mir hier besprochene Best of Bang!…. Noch heute reißt mich die Musik innerlich vom Hocker und ich finde es Schade, dass wohl persönliche Querelen das Musikprojekt so schnell zu Fall gebracht haben.

Kurzrezension
Bang!… The Greatest Hits of Frankie Goes to Hollywood ist ein kraftvolles Best of-Album, das die würdigsten Momente der Band in einem Langspieler vereint. Auf Vinyl 2020 veröffentlicht, bildet die Compilation einen umfassenden Rückblick auf die kurze und doch einflussreiche Karriere von Frankie Goes to Hollywood. Klassiker wie Relax, Two Tribes, The Power of Love oder Welcome to the Pleasuredome präsentieren die stilistische Bandbreite der Band vom provokanten Synthpop bis hin zum dramatischen Pop-Rock. Insbesondere der Einfluß Trevor Horn’s verleiht den Songs ihren charakteristisch opulenten Sound, der absolut zeitlos scheint. Bang!… ist mehr als nur eine nostalgische Rückschau. Das Album ist ein Zeugnis für die kreative Kraft und den kulturellen Einfluss einer der schillerndsten Bands der 80er Jahre.

Sparks – No. 1 in Heaven

Meine Geschichte zum Album
Aus heutiger Sicht betrachtet ist Sparks für mich ein musikalisches Unikum. Das sind die beiden Typen, Brüder, die seit über 50 Jahren gemeinsam Musik machen. Da ist das Lied Big Boy, das so gar nicht in den Film Achterband passen will. Da sind aber auch La Dolce Vita und Beat the Clock, die ich irgendwann im Westradio aufgeschnappt habe. Beide Titel sind für mich Kaugummi-Songs: Einmal gehört, kleben sie am Hacken respektive im Gehörgang und ich werde sie nicht mehr los. Produziert wurde das Album No. 1 in Heaven von Giorgio Moroder, der mit Donna Summer und dem Album I Remember Yesterday bereits Erwähnung in der Plattenstube gefunden hat.

Zurück zu Sparks: Mit When Do I Get to Sing ‘My Way’ tauchen Sparks Jahre später wieder in meinem Radar auf. Meine erste Reaktion war die Verwunderung, dass es Sparks noch immer gibt. Der Titel selbst ist aus meiner Sicht nicht mit La Dolce Vita oder Beat the Clock vergleichbar, ein gewisser kommerzieller Erfolg ist er trotzdem. Und wenn ich bei Erfolg bin, muss ich natürlich This Town Ain’t Big Enough for Both of Us und Amateur Hour vom Album Kimono my House erwähnen. Schaue ich mich im endlosen Internet um, wird vom No. 1 in Heaven-Album der Titel The Number One Song in Heaven als Hit erwähnt. Damit kann ich überhaupt nichts anfangen.

Kurzrezension
Das Sparks-Album No. 1 in Heaven aus dem Jahr 1979 ist ein Werk der Kategorie elektronischen Popmusik und markiert einen radikalen Wandel im Schaffen der Mael-Brüder. Produziert von der Disco-Legende Giorgio Moroder, verabschiedet sich das Album vom Glamrock der frühen Sparks-Jahre. No. 1 in Heaven taucht in populäre synthetische Klangwelten ein. Die sechs Tracks sind gekennzeichnet von minimalistischen Arrangements und Russell Maels markanter Falsettstimme. Beat the Clock und The Number One Song in Heaven verbinden tanzbare Musik mit verspielt eingesetzter Technik. No. 1 in Heaven ist ein kommerziell erfolgreiches Sparks-Album, das Größen wie Depeche Mode und Pet Shop Boys inspiriert hat und ein Muss in jeder gut sortierten Plattensammlung ist.